Die Frage nach der richtigen Finanzierung stellt sich sicher jeder, der im Begriff ist, eine Immobilie zu kaufen oder ein Haus zu bauen. Die Antwort ist nicht einfach, denn nicht nur der günstigste Zins ist maßgebend für die Auswahl der passenden Finanzierung. Angebote gibt es heutzutage im Überfluss, doch stecken die Anbieter fast immer Rahmenbedingungen bezüglich einer Finanzierungszusage ab. Diese Bedingungen enthalten zum Beispiel eine gewisse vorgegebene Höhe des Eigenkapitals, ohne das nicht finanziert wird. Andere Anbieter finanzieren generell keine Selbständigen oder Freiberufler, manche nur Neubauten, manche nur regional – wegen der Bewertung der Immobilie.
Sind diese Voraussetzungen abgeglichen, sollte im nächsten Schritt geprüft werden, inwieweit diverse Sonderformen einer Finanzierung in Frage kommen könnten und sinnvoll sind. Besitzt man bereits einen Bausparvertrag, ist es sicherlich sinnvoll, diesen in die Finanzierung einzubringen. Kommt eventuell ein Förderdarlehen, beispielsweise ein KfW-Darlehen in Frage? Sollte man in den Genuss eines solchen kommen, senkt sich unterm Strich die gesamte Zinsbelastung erheblich.
Nachdem die Finanzierungsarten feststehen, die in Frage kommen, können die Konditionen verglichen werden. Aber Vorsicht, denn das ist nicht wirklich einfach. Die Angebote unterscheiden sich oftmals sehr stark. Verschiedene Laufzeiten, verschiedene Zinsfestschreibungen von einem Jahr bis zu zehn Jahren werden angeboten. Weitere Verschiebungen ergeben sich dadurch, dass manche Anbieter die Zinsen monatlich abrechnen, andere quartalsweise. Hier ist es wichtig, immer den effektiven Zinssatz zu vergleichen, denn nur dieser drückt die gesamten Zinskosten, über das ganze Kalenderjahr gesehen, exakt aus und muss von allen Anbietern auf dieselbe Art und Weise berechnet werden.
