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Wer ein Holzhaus baut, hat nicht immer nur die Urlaubsträume von der kanadischen Blockhütte oder dem falunroten Schwedenhaus vor Augen. Die Entscheidung für das Bauen mit Holz ist immer öfter eine bewußte Entscheidung für ökologisches und nachhaltiges Errichten von Wohnraum. Dabei müssen keine Abstriche gemacht werden. Holzhäuser bieten heutzutage alle Vorzüge und Freiheiten modernen Bauens hinsichtlich Architektur, Aufteilung, Nutzung, Wohnqualität und Werterhalt. Sie verbinden ökologische und ökonomische Aspekte und überzeugen damit immer mehr Bauherren. Der mit Anfang der 80er Jahre einsetzende Trend zum Holzhaus hält an. Inzwischen sind etwa 15 Prozent aller in Deutschland errichteten Ein- und Zweifamilienhäuser aus dem nachwachsenden Rohstoff.
Die umfangreichen Vorteile des natürlichen Baustoffs Holz liegen auf der Hand. Es wird allgemein als warm empfunden und erzeugt ein behagliches Raumklima. Holz ist wärmedämmend, hat stets eine angenehme Oberflächentemperatur und es „atmet“. Der Baustoff kann der Raumluft Feuchtigkeit entziehen und gibt diese bei einsetzender Trockenheit wieder ab.
Durch die Entscheidung für ein Holzhaus hat er gegenüber einem herkömmlichen Neubau der Atmosphäre rund 63 Tonnen Kohlendioxid erspart. Auch über die Nutzung der Immobilie nach ihrer Lebensdauer muss sich der Holzhausbauer keine Sorgen machen. Würde sein Einfamilienhaus von den Enkeln nach 80 Jahren Nutzungsdauer abgebrochen, so fielen etwa 35 Kubikmeter Holz an. Bei einer thermischen Verwertung nur der Hälfte dieser Holzmenge könnten etwa 30.000 Kilowattstunden Energie gewonnen werden. Diese Energiemenge reichte aus, den jährlichen Heizenergiebedarf eines modernen Holzpassivhauses mit einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern für mehr als 20 Jahre zu decken.