Mit der Color Line Arena verfügt Hamburg über eine hochmoderne Immobilie und gleichzeitig über eine der größten multifunktionellen Arenen Europas.
Die Hamburger haben die zwischen Juni 2001 und Oktober 2002 in einer rekordverdächtigen Bauzeit von nur 16 Monaten errichtete Immobilie mit einem maximalen Fassungsvermögen von 16.000 Zuschauern längst in ihr Herz geschlossen. Die Color Line Arena liegt in direkter Nachbarschaft zur HSH Nordbank Arena (57.000 Plätze), der Heimat des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV.
Nach fast 40 Jahren: Hamburg hat die Super-Halle
Bis die Color Line Arena Realität wurde, hatte man in Hamburg in einem Zeitraum von fast 40 Jahren zahlreiche Konzepte für eine multifunktionelle Arena ent- und verworfen. So scheiterten Immobilien dieser Art in Hamburg entweder an der wackeligen Finanzierung oder, wie 1989 beim auf dem Heiligengeistfeld im Stadtteil St. Pauli geplanten Projekt „Sport-Dome“, am massiven Widerstand der Anwohner. Auch beim Projekt Color Line Arena war anfangs nicht sicher, ob es mehr als nur ein Pappmodell bleiben würde. Die Kassen der Stadt Hamburg waren leer, es musste ein Investor für die Immobilie her und der kam aus Finnland. Die Jokerit-Gruppe aus Helsinki investierte 2001 umgerechnet 83 Mio. Euro. in den Standort Hamburg und in die geplante, multifunktionale Immobilie im Volkspark. Die Namensrechte erwarb die norwegische Color Line, eine der größten europäischen Fährschiffreedereien.
Finnisches Erfolgsrezept für Hamburg
Die Konzeption der Color Line Arena stammt aus der Feder der JHC Arena Holding Oy aus Helsinki, die sich seit 1997 mit der Verwirklichung verschiedener multifunktionaler Immobilien, wie der Hartwall Areena in Helsinki, der Malmö Arena und der Amsterdam Arena, einen ausgezeichneten Ruf erwarb. Im Oktober 2002 wurde der 10 Tonnen schwere Video-Würfel mit vier Video- und vier Scoreboard-Screens installiert. Am 8. November gleichen Jahres war es soweit: Die große Eröffnungsgala, u. a. mit Superstar Phil Collins, konnte steigen. Mit reichlich Prominenz im Parkett. Hamburg hatte seine Super-Arena. Damit waren in der Weltstadt endlich nicht nur DEL-Eishockey, sondern auch andere Sport-Events wie die Box-Weltmeisterschaftkämpfe oder Basketball-Länderspiele möglich.
Die Spiele des Eishockey-Teams von den Hamburg Freezers und des HSV Handball-Teams gehören zu den „Ankerterminen“ im Kalender der Color Line Arena. Insgesamt machen Sport-Events jedoch nur 40 Prozent der Veranstaltungen aus, 60 Prozent des Arena-Programms bilden Konzerte, Familienshows wie „Disney on Ice“ und andere Events wie etwa die Präsentation der berühmten „Cannes-Rolle“ für Werbefilme. In der Arena herrscht an 120 Tagen im Jahr Hochbetrieb, je nach Bedarf werden bis zu 700 Servicemitarbeiter eingesetzt.
Carsten
August 5th, 2009 um 11:52
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